Ostfriesische Inseln

Berlin: Jörg Paßmann

Ich bin Botschafter, weil... "mich die ostfriesischen Inseln mit ihrem unvergleichlichen Charme seit 35 Jahren in ihren Bann ziehen. Auf den Inseln findet man zu sich selbst, alle Sorgen bleiben auf dem Festland, so dass die Erholung schon mit dem Ablegen der Fähre beginnt. Den Nordseevirus gebe ich jetzt an meine Kinder weiter und berichte jedem gern, wie atemberaubend schön es auf den sieben Inseln ist. Und im Geiste bin ich jeden Tag auf "meiner" Insel."

 

Direktor des Tierparks, Dr. Bernhard Blaszkiewitz im Gespräch mit dem Botschafter Jörg Paßmann (Foto: Klaus Rudloff).
Filmteam vom RBB mit Direktor, Botschafter und Schulklasse (Foto:Klaus Rudloff).
Hinweisschild am Gehege der Austernfischer.

10.04.2010

Patenaktion im Tierpark Berlin

Am 9. April 2010 war es soweit: Der Direktor der beiden Hauptstadtzoos (Zoologischer Garten und Tierpark Friedrichsfelde), Dr. Bernhard Blaszkiewitz, empfing den Botschafter der Ostfriesischen Inseln in Berlin, Jörg Paßmann, an der Möwenkuppel, in der sich auch die fünf Austernfischer in Berlin befinden. Für einen der Vögel hat der Botschafter eine lebenslange Patenschaft übernommen.

Die Austernfischer lebten früher im Zoologischen Garten. Nachdem sie dort aber die Gelege anderer Vögel beschädigt hatten, wurden sie zu den Möwen im Tierpark umgesiedelt, da diese ihre Gelege erfolgreicher verteidigen, wie Dr. Blaszkiewitz erklärte.

Da eine Begehung des Geheges naturgemäß schwierig geworden wäre, um dem Patentier persönlich den Flügel zu schütteln, musste ein Plüschausternfischer aus dem Wattpaket des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer stellvertretend diese Rolle übernehmen. Der putzige kleine Kerl erregte auch die Aufmerksamkeit der Schüler einer Berliner Grundschulklasse, die auf diese Weise den Tierparkdirektor und den Botschafter kennenlernen konnten und sogar wussten, wo die Ostfriesischen Inseln liegen.

Begleitet wurde der Pressetermin von zwei Kamerateams (Rundfunk Berlin-Brandenburg, RBB, und tv.berlin), drei Fotografen und dem Korrespondenten der Nordwest-Zeitung in Berlin.

Bereits am Tag zuvor hatte Radio Ostfriesland mit mir am Nachmittag ein Interview zu der Aktion geführt, in mehreren Presseportalen, aber auch durch den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer wurde berichtet.

 

Für das Gelingen der Aktion möchte ich mich ganz herzlich bei Herrn Dr. Blaszkiewitz und Frau Bauerfeld vom Berliner Tierpark Friedrichsfelde für ihre sofortige Bereitschaft, die Aktion zu unterstützen, Frau Felchner von der Agentur move:elevator für die hervorragende Pressearbeit, bei der Werbegemeinschaft der Ostfriesischen Inseln und der Verwaltung des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer bedanken.

 

Hier noch ein paar Links:

bit.ly/d20wLu (Pressemeldung auf lifepr)

bit.ly/cRDjDR (Bericht in der rbb Abendschau)

bit.ly/bTLxeO (Bericht bei tv.berlin)

 

Austernfischer im Flug. (Foto: Andreas Trepte, www.photo-natur.de)

08.04.2010

Pressemitteilung

 

 

Botschafter übernimmt Patenschaft für Austernfischer im Berliner Tierpark

 

Jörg Paßmann, Berliner Rechtsanwalt, Vater dreier Kinder und großer Fan der Ostfriesischen Inseln, hatte sich vor gut einem Jahr um einen ungewöhnlichen Job beworben. Die Ostfriesischen Inseln suchten Botschafter für ihre Belange. Deutschlandweit hatten sich über 1.500 Interessierte beworben. Jörg Paßmann machte für Berlin das Rennen und wirbt, twittert und bloggt seitdem Informationen rund um die schöne Urlaubsregion.

 

Jetzt hat der Berliner eine lebenslange Patenschaft für einen Austernfischer im Tierpark Berlin-Friedrichsfelde übernommen.

Die Motivation für den 39-Jährigen, der bereits als Kind mit dem Nordseevirus auf Spiekeroog infiziert wurde, liegt klar auf der Hand: „Ich möchte den Berlinerinnen und Berlinern die Ostfriesischen Inseln näher bringen. Ich hoffe, dass ich als Pate nicht nur auf den wunderschönen Tierpark und seine vielen Tierarten - insbesondere die prächtigen Austernfischer - aufmerksam machen kann, sondern auch auf die sieben Ostfriesischen Inseln, auf denen man die schwarzweißen Vögle mit dem roten Schnabel in freier Wildbahn erleben kann.“

 

Der Austernfischer ist einer der charakteristischsten Vögel der Nordseeküste. Seine größte Verbreitung in Europa hat er im Wattenmeer und dem küstennahen Binnenland der Nordsee. Im Berliner Zoo lassen sich zur Zeit fünf Vertreter seiner Art beobachten.

 

Am 9. April begrüßt Zoodirektor Dr. Bernhard Blaszkiewitz den Botschafter der Ostfriesischen Inseln um 11.00 Uhr im Tierpark Berlin zur offiziellen Verleihung der Patenschaft. Jörg Paßmann freut sich auf sein „Patenkind“: „Der Vogel verkörpert für mich wie kein anderes Tier die Ostfriesischen Inseln. Schon bei dem Gedanken an seinen Ruf bin ich in Gedanken sogleich auf einer der Inseln.“

 

 

 

Weitere Informationen zum Botschafter der Ostfriesischen Inseln und über den Tierpark Berlin finden Sie auch unter

www.botschafter-der-inseln.de und unter www.tierpark-berlin.de .

 

Eingang Messe Süd - ITB 2010

21.03.2010

ITB

Am 11. März 2010 hatte ich erneut das Vergnügen, als Fachbesucher zur Internationalen Tourismusbörse Berlin (ITB) gehen zu können. Wie bereits im Vorjahr ergaben sich dabei zahlreiche neue Kontakte, und ebenso schön war es, nicht nur die bekannten Persönlichkeiten der Ostfriesischen Inseln wieder zu treffen (darunter meine Lieblingsbürgermeister Dietmar Patron von Juist und Holger Kohls von Wangerooge, Marion Weber, Thomas Vodde, Herbert Visser und Wilhelm Loth), sondern auch die Menschen, die ich im Vorjahr kennen und schätzen gelernt hatte.

Der Niedersachsen-Stand barst einmal mehr von Interessenten und Gesprächspartnern, hier sollte es zu zahlreichen und guten Geschäftsabschlüssen gekommen sein. Ein großer Dank gilt auch dem Team von Cuxhaven (das ich nun wirklich in diesem Jahr besuchen möchte, versprochen!), das zum Ende eines spannenden Tages noch einen Dämmerschoppen reichte.

Auf Wiedersehen (hoffentlich) im nächsten Jahr!

 

Offizielle Patenurkunde.
Austernfischer in freier Wildbahn (September 2009).

01.03.2010

Berliner Botschafter wird Pate

Um den Berlinerinnen und Berlinern die Ostfriesischen Inseln näher zu bringen und gleichzeitig der Stadt und den hiesigen Zootieren etwas Gutes zu tun, habe ich die lebenslange Patenschaft für einen Austernfischer im Berliner Tierpark Friedrichsfelde übernommen.

 

Die Patenurkunde ist links abgebildet. In den nächsten Tagen folgt der offizielle Pressetermin mit dem Direktor beider Berliner Zoos, Herrn Dr. Bernhard Blaszkiewitz.

 

Juist im Jahre 1987 (älteste Aufnahme auf meiner Festplatte).
Juist im Winter 1996.
Abschied an fast derselben Stelle im September 2009.

28.02.2010

7 Insel - 7 Fragen -

7 Antworten des Berliner Botschafters

 

Im Dezember 2009 befragte das Ostfriesland Magazin die Botschafter über ihr offizielles Amtsjahr als Repräsentanten der „Sieben zum Verlieben“. Die Antworten erschienen im Februar-Heft 2010. Da sie zum Teil verkürzt wiedergegeben wurden, veröffentliche ich hier die Antworten in voller Länge:

 

Bevor ich die Fragen im Einzelnen beantworte, möchte ich mich zunächst auch an dieser Stelle für die große Ehre bedanken, die mir durch die Ernennung als Botschafter der Ostfriesischen Inseln für Berlin zuteil geworden ist. Für mich war dies im Jahre 2009 ein sehr bestimmendes Thema, auch wenn ich noch nicht alle meine geplanten Aktivitäten verwirklichen konnte. Ich habe daher bereits angekündigt, dass ich auch über das eine Jahr hinaus - dann natürlich nur noch ehrenhalber und ohne alle geldwerten Privilegien - weiterhin als Botschafter für die Inseln tätig sein werde, denn wie ich bereits in meiner Bewerbung schrieb, bin ich im Geiste jeden Tag auf einer der Inseln, inzwischen nicht mehr nur auf "meiner".

 

1. Wie oft waren Sie im vergangenen Jahr auf den Ostfriesischen Inseln und auf welchen?

 

2009 hatte ich das große Vergnügen, insgesamt vier der Ostfriesischen Inseln besuchen zu dürfen. Im Mai war ich auf Borkum, Juist und Norderney, wobei die Besuche auf den beiden größten Inseln jeweils Premieren für mich waren; im September besuchte ich dann Wangerooge und noch einmal Juist. Auf Spiekeroog war ich zuletzt 1999 (davor von 1974 bis 1981 mindestens einmal pro Jahr, ab 1982 dann jedes Jahr auf Juist), so dass ich auf meiner Agenda immer noch Baltrum und Langeoog habe, die ich beide in den kommenden Jahren nicht zuletzt wegen der sympathischen Insulaner, die ich bereits kennengelernt habe, besuchen werde. Den Plan, einmal alle sieben Ostfriesischen Inseln zu bereisen, hegte ich übrigens schon einige Jahre vor der Botschafterernennung.

 

2. Mit welcher Aktion haben Sie in Ihrem Bundesland Werbung für die Inseln gemacht?

 

Ich habe die Berliner Botschaft der Ostfriesischen Inseln zweckmäßigerweise in meiner Kanzlei eingerichtet, im Wartebereich finden Besucher bereits die ersten Informationen und Flyer vor. Jedem, der es hören will oder nicht, erzähle ich von der Faszination für die sieben Inseln und ihre Eigenarten, sogar im weiteren Kollegenkreise (bis nach Dortmund und Münster) habe ich schon meine Botschaftervisitenkarte verteilt. Im März 2009 habe ich als Berliner Botschafter die Inseln auf der Internationalen Tourismusbörse (ITB) auf dem Messegelände unter dem Funkturm vertreten, auch 2010 hoffe ich, den Stand der Werbegemeinschaft verstärken zu können. Im Frühjahr dieses Jahres werde ich mit dem Wattpaket des Nationalparks Wattenmeer und im Ostfriesennerz den Schülern einer Berliner Grundschule die Schönheit und Einzigartigkeit dieser Landschaft etwas näher bringen (vorher passte es leider nicht in den Lehrplan).

Und schließlich werde ich die lebenslange Patenschaft für einen Austernfischer im Berliner Tierpark Friedrichsfelde übernehmen (derzeit verhandle ich mit dem Zoodirektor um einen gemeinsamen Pressetermin, eine Berichterstattung folgt). Der Vogel symbolisiert wie kein anderes Tier für mich die ostfriesische Küstenlandschaft und bringt den Berlinerinnen und Berlinern ein Stück Wattenmeer näher.

 

3. Was schätzen Sie an den Ostfriesischen Inseln am meisten?

 

Über die Ostfriesischen Inseln gibt es so unglaublich viel Schönes zu berichten, dass es mir schwer fällt, ein Detail besonders herauszugreifen. Es ist - glaube ich - die Mischung von atemberaubender Landschaft mit einem etwas raueren Klima, die mich besonders fasziniert. Das Ganze verbunden mit absoluter Ruhe, in der man zu sich selbst findet. Lebensqualität, die uns im Alltag (gerade in einer lebhaften Großstadt) vollkommen abhanden kommt. Jede Insel hat ihre Besonderheiten und bietet damit für jeden Typ Gast die ideale Rückzugsmöglichkeit, ganz gleich, ob man Einsamkeit, großartige Sonnenuntergänge, Kinderspaß am Strand, gepflegtes Essen, Shopping oder lebhaftes Nachtleben bevorzugt.

 

4. Wie sieht für Sie ein perfekter Inseltag aus?

 

Ein perfekter Inseltag beginnt für mich möglichst früh, damit ich viel davon habe. Ein ausgiebiges Frühstück stärkt mich für einen langen Spaziergang (je nach Wind an der Seeseite hin und am Watt zurück oder umgekehrt). Ein heißes Kännchen Ostfriesentee (Thiele oder Bünting, ich mag beide), natürlich auf dem Stövchen, dazu (jedenfalls auf Juist) vielleicht noch ein großes Stück Rosinenstuten mit reichlich Butter. Wenn Temperatur und Windstärke es zulassen, verbringe ich den Nachmittag dann gern im Strandkorb - entweder mit einem guten Buch oder auch einfach so mit weitschweifendem Blick über Strand und Brandung (sollte es gar zu heiß werden, vielleicht sogar kurz in der Brandung). Abends führt mein Weg mich dann auf jeden Fall in ein gutes Restaurant und vielleicht zum Abschluss noch ins Inselkino, auf die nächtliche Strandpromenade oder für einen Spaziergang auf den Deich.

 

5. Welches Erlebnis ist Ihnen als Botschafter in besonderer Erinnerung geblieben?

 

Ein einziges Erlebnis zu benennen, fällt mir schwer. Schon das Wochenende in Hannover zur Botschafterernennung war ein erster Höhepunkt; ich freue mich, so vielen bemerkenswerten Menschen begegnet zu sein, nicht nur dem Ministerpräsidenten Herrn Wullf und dem Landtagspräsidenten Herrn Dinkla, den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern der Inseln, den Marketingchefs und den MItarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kurverwaltungen. Ich fand es großartig, von Bucki Begemann Borkum gezeigt zu bekommen, mit der Bundestagsabgeordneten Karin Evers-Mayer im Watt zu wandern, richtig lange mit Sven Ahrens über die Domäne Bill und Juist zu klönen, von Jens Heyken ganz persönlich über das Nationalparkhaus informiert zu werden. Neben diesen offiziellen Begebenheiten ragt ein sehr privates heraus, denn dank meines Botschafterstatus' durfte ich zusammen mit meiner Freundin den Wangerooger Leuchtturm besteigen, obwohl dieser eigentlich am fraglichen Tag geschlossen war. Oben auf dem Leuchtturm habe ich ihr dann bei Windstärke 8 einen Heiratsantrag gemacht, den sie angenommen hat. Ob dabei die Tatsache eine Rolle gespielt hat, dass der Turm im Wind doch etwas geschwankt hat, wird sich wohl niemals aufklären...

 

6. Auf welcher ostfriesischen Insel möchten Sie leben?

 

Schon wieder so eine schwierige Frage. Da es sich für mich immer anfühlt, nach Hause zu kommen, wenn ich Juist betrete, liegt es nahe, dass ich dort meinen Wohnort wählen würde. Andererseits kann ich auch nicht verleugnen, ein Stadtkind zu sein, so dass unter diesem Gesichtspunkt Norderney meine erste Wahl wäre. (Ich sehe schon die aufgerissenen Augen von Thomas Vodde und Herbert Visser, wenn sie hören, dass ich diese scheinbar unvereinbaren Gegensätze in einem Atemzug nenne, aber es ist so - ich mag beide Inseln, praktisch, dass sie so dicht beieinander liegen.) Übrigens bin ich seit September auch ein großer Wangerooge-Fan.

 

7. Wie lange würden Sie es auf Memmert aushalten?

 

Das wäre dann wahrscheinlich doch etwas zu viel Einsamkeit, selbst für einen Inselliebhaber wie mich. Für einen Versuch würde ich mir zwei Wochen geben, aber Sie merken schon, dass ich selbst dabei unsicher bin.

 

(Antworten vom 6.1.2010)

 

 

Der Berliner Botschafter mit Knutts. (Quelle: nwzonline.de, Stenzel)
Praktisch: Standesamt im Leuchtturm.
Der alte Leuchtturm.

31.01.2010

Besuch auf Wangerooge im September 2009

Jetzt, da nicht nur die Ostfriesischen Inseln unter einer weißen Schneedecke liegen, komme ich endlich dazu, meinen Bericht über meinen Botschafterbesuch auf Wangerooge im September 2009 nachzureichen.

 

11.09.2009

Am 11. September 2009 fahren wir von Krefeld aus über die A31 nach Harlesiel. Ostfriesland empfängt uns mit wunderschöner Idylle - einmal mehr wünschte ich mir, hier wohnen und arbeiten zu können. Marion Weber treffen wir am Anleger, nachdem Gepäck und Auto verstaut sind (das ist in Harlesiel sehr übersichtlich und praktisch gelöst), es bleibt uns etwas Zeit zum Klönen und zum Zuschauen, wie zwei Gegenfähren von Wangerooge zum Festland nahen. Auf der zweiten Fähre ist der Bürgermeister, den wir daher an diesem Tage leider nicht mehr treffen, da wir schon auf dem Wasser sind, als er anlegt.

Dafür kommen wir endlich auf Wangerooge an. Nach einer wirklich schönen Fahrt mit der Inselbahn, die bereits große Lust auf die kleine Insel macht, erreichen wir den hübschen Bahnhof der Insel, wo uns ein kurzfristiges Gepäckchaos erwartet - das kann man sicher besser lösen, liebe Deutsche Bahn. Gleichwohl muss ich an dieser Stelle sagen, dass die Wangerooger gut beraten waren, ihre Inselbahn nicht abzuschaffen.

Im Inselhotel „Seeblick“ erwartet uns schon Frau Gerdes, nach dem Einchecken führt der erste Weg natürlich ans Wasser. Auf der Promenade steuern wir dann mit schlafwandlerischer Sicherheit gleich das Café „Pudding“ an, in dem wir bei Kuchen und Ostfriesentee und strahlendem Sonnenschein den Ausblick auf die Nordsee genießen, ohne uns allzu sehr vom Wind, der mit Stärke acht weht, durchpusten zu lassen.

Ein Strandspaziergang führt danach noch zur Aussichtsdüne und dem Abenteuerspielplatz.

Überall treffen wir auf Brautpaare! Am 9.9.09 sind es wohl dreizehn Trauungen im Wangerooger Leuchtturm gewesen, und an den folgenden Tagen ähnlich viele. Im Leuchtturm, das muss den Uneingeweihten verraten werden, befindet sich nämlich ein Standesamt.

Für das Abendessen erweist sich das Restaurant „Schnigge“ als wirklich empfehlenswert, müde, aber zufrieden fallen wir nach diesem ersten schönen Tag ins Bett.

 

12.0.2009

Der Morgen beginnt mit einem ausgiebigen Frühstück, und dann fragt Frau Gerdes schon, ob es denn jetzt auf die „große Wattwanderung“ gehe. Ich bin verblüfft, wie schnell sich Neuigkeiten auf der Insel herumsprechen, aber es wurde offenbar schon im Vorfeld in der Nordwest Zeitung darüber berichtet. Vor dem Hotel nehmen mich der Bürgermeister Holger Kohls und Marion Weber in Empfang, mit denen ich zur Wattseite der Insel pilgere. Natürlich nicht ohne vom Bürgermeister mit vielen Wangerooge-Informationen versorgt zu werden. Die Insel wächst mir immer mehr ans Herz.

Hinter dem Deich werden wir von Silke Schmidt, der Wattführerin aus dem Nationalparkhaus, erwartet. Dazu gesellen sich noch Uwe Osterloh als Werksausschuss-Vorsitzender, Hans-Friedrich Stenzel vom Inselboten und die Bundestagsabgeordneten Karin Evers-Meyer, zugleich Behindertenbeauftragte des Bundestages, mit der sich sogleich ein herzliches Verhältnis entwickelt.

So beginnt meine erste Wattwanderung nach 35 Jahren Inselliebe, und ich erlebe eine wirklich spannende und informative Führung durchs Watt. In der Nordwest Zeitung wird später ein schöner Artikel erscheinen mit einem Foto, auf dem ich zwei Knutts (leider keine echten Vögel) halte, die die enormen Gewichtsschwankungen des kleinen Vogels auf seinem Zug einmal um die halbe Welt verdeutlichen.

Auch Karin Evers-Meyer berichtet auf ihrer Homepage über unser Kennenlernen und die Wattwanderung.

Nach dem Gang durchs Watt müssen der Bürgermeister und ich uns erstmal im Café Wooge stärken, bevor es noch einmal zu einem Abstecher an den Wahlkampstand von Karin Evers-Meyer geht. Damit ist der offizielle Teil des Wangerooge-Besuchs absolviert, und der Rest des Tages gehört ganz privat meiner Freundin. Er führt uns nach einem Spaziergang durchs Dorf, bei dem ich einmal mehr entdecke, wie schön Wangerooge ist, noch einmal ins Café Pudding, von wo aus ich telefonisch darauf Einfluss nehmen kann, dass der eigentlich wegen der vielen Trauungen geschlossene alte Leuchtturm exklusiv für uns geöffnet wird. Bei Windstärke acht legen wir die 149 Stufen bis zum Lampenraum zurück und begeben uns auf die Galerie, wo uns das leichte Schwanken des Turmes dann allerdings doch wieder den geschützten Lampenraum aufsuchen lässt. Und dort mache ich meiner Freundin dann den Heiratsantrag, für den ich unbedingt auf den Turm wollte. Ob es der mitgebrachte Ring ist oder der schwankende Turm - sie nimmt an, und wir begeben uns glücklich wieder auf den Erdboden.

Nach so vielen Ereignissen lasse ich mir am Strand vom Wind den Kopf durchpusten. Das Abendessen nehmen wir zusammen mit dem Bürgermeister und Marion Weber im Restaurant Compass ein, auf meine nachmittägliche Leuchtturmaktion stoßen wir hier noch gemeinsam an, und bekommen in Form eines Verdauungsspaziergangs noch eine kleine Ortsführung vom Bürgermeister persönlich.

Auch dieser wunderschöne Tag geht leider einmal zu Ende.

 

13.9.2009

Wangerooge will mir den Abschied leicht machen: Es regnet in Strömen und teilweise sogar waagerecht. Trotzdem: In nur zwei Tagen ist mir die kleine Insel schon sehr ans Herz gewachsen.

Wir frühstücken ein letztes Mal ausgiebig im „Seeblick“, dann bringt meine Freundin, die nun meine Verlobte ist, mich zum Flugplatz, obwohl ich doch weder von ihr noch von der Insel gehen möchte, selbst wenn mein Reiseziel Juist heißt.

Am Flugplatz erwartet mich dann aber eine schöne Überraschung: Jan-Lüppen Brunzema ist da und wird mich höchstpersönlich nach Juist fliegen. Diese Neuigkeit lässt den Abschied leichter werden, und nachdem wir abgehoben haben, sind wir schnell aus dem Regen hinaus, und ich genieße einen traumhaften Flug über fast alle der Sieben zum Verlieben, bis wir bei strahlendem Wetter auf Juist landen.

 

Der Twitter-Feed des Berliner Botschafters.

10.09.2009

Zurück auf die Inseln / Twitter

Die Koffer sind gepackt, morgen geht es los (mit einem kleinen Schwenk über das Rheinland).

Am Freitag werde ich das erste Mal Wangerooge besuchen, worauf ich mich schon seit Wochen freue. Auch wenn es zunächst nur für ein Wochenende sein wird, habe ich doch schon jetzt das Gefühl, dass ich wiederkommen werde.

Sonntag soll es dann wieder nach Juist gehen, neben Gästebegrüßung, einem Abstecher nach Norderney und noch ein paar (hier geheimzuhaltenden Aktivitäten) freue ich mich besonders, dass mein Besuch mit dem Krimi-Festival "Tatort Töwerland" zusammenfällt, dem ich selbstverständlich beiwohnen werde.

www.juist.de/index.php

 

Anders als bei meiner letzten Tour über die ostfriesischen Inseln werde ich diesmal aus Gründen der vollkommenen Entschleunigung kein Notebook mitnehmen.

 

Allerdings werde ich immer mal wieder Berichtenswertes kurz über den Dienst "Twitter" bekannt geben, dort habe ich eine kleine Botschafterseite unter

 

twitter.com/JoergPassmann

 

eingerichtet.

 

Wer mag, kann sich kostenlos registrieren und dann entweder meine oder eben die Berichte vieler bekannter und weniger bekannter Menschen (einschließlich des amerikanischen Präsidenten) auf der Plattform verfolgen.

 

Kurdirektor Wilhelm Loth, Botschafter Jörg Paßmann und Marketingleiter Herbert Visser (Foto: Verena Leidig, www.norderneyer-morgen.de).

22.05.2009

"Nordsee, das ist es"

Bericht über meinen Norderney-Besuch im "Nordeneyer Morgen" vom 22. Mai 2009.

 

www.norderneyer-morgen.de/wp-content/uploads/2009/05/nomo-090522.pdf

Norderneyer Strand.
Abfahrt.

21.05.2009

Vorläufiger Abschied von der Nordsee

An Himmelfahrt verlasse ich Norderney - eindeutig gegen den Trend, denn Fähre um Fähre bringt neue Gäste auf die Insel, während die abfahrenden Schiffe nur mäßig besetzt sind. So habe ich nach einem Spaziergang zur Promenade und Abschied vom Meer nun einen Logenplatz auf der Frisia V, die uns - am Kalfamer auf Juist vorbei - zuverlässig nach Norddeich bringt, wo am heutigen Feiertag auch im Hafen eine Bombenstimmung herrscht: Dutzende Luftballons empfangen uns, und nachdem ich mir einen Weg durch die wartenden Norderney-Reisenden gebahnt und mein Auto abgeholt habe, ist der Urlaub, ist meine Reise über die ersten drei der sieben Ostfriesischen Inseln zuende.

Ich habe zwei Wochen voller Superlative hinter mir:

- das beste Rumsteak: Borkum, „Zum Harpunier“

- die freundlichsten Seehunde: Borkum, Hauptstrand

- die schönste Inselbahn: Borkum

- die heißeste Schlickpackung: Borkum, Gezeitenland

- der urigste Insulaner: Borkum, Bucki Begemann

- der leckerste Rosinenstuten: Juist, „Domäne Bill“

- der atemberaubendste Sonnenuntergang: Juist, Strand

- das beste Frühstück: Juist, „Köbesine“

- der leckerste Ostfriesentee: Juist, „Lüttje Teehuus“

- das schönste Schwimmbad: Norderney, Badehaus

- der chilligste Sonnenuntergang: Norderney, „Milchbar“

- die besten Waffeln: Norderney, „Waffelbäckerei Koppe“

- das schönste Naturerlebnis: Norderney, die Graugänse auf dem Deich

 

Sonnenuntergang an der Strandpromenade.
Spielstrand.
Pressetermin mit Kurdirektor Wilhelm Loth und Marketingleiter Herbert Visser (Foto: Johannes Visser, Norderney).

20.05.2009

Mein letzter Tag auf Norderney

Nach dem Frühstück steht im Rathaus heute um 9.00 Uhr ein Pressetermin an, zu dem sich neben dem Kurdirektor Wilhelm Loth und Marketingleiter Herbert Visser die Journalistinnen Verena Leidig vom Norderneyer Morgen und Gabriele Boschbach von der Norderneyer Badezeitung sowie Johannes Visser vom Ostfriesischen Kurier zu einer gemütlichen Tasse Ostfriesentee einfinden. In entspannter Runde plaudern wir über die Botschafteridee und die bisherigen Aktionen; am Ende steht der unvermeidliche Fototermin, aber da ich bereits reichlich Norderneyer Sonne getankt habe, wird zumindest nicht der alte Ausruf „Oh, wie blaaaß“ in den Bildreaktionen erschallen.

Nachdem ich späte rim Hotel mit den Tücken des Internets gekämpft habe, mache ich mich auf den Weg zur Strandpromenade.

Bei herrlichem Sonnenschein gehe ich diesmal bis fast ans Ende der Promenade, um im Restaurant „Cornelius“ bei schöner Sicht auf die Nordsee mein Mittagessen einzunehmen. Da es der letzte Tag ist, überlege ich, mir einen Eisbecher zu gönnen, als mir der Hinweis von Stefan einfällt, ich müsse unbedingt „die Waffeln“ in einer Waffelbäckerei in der Fußgängerzone probieren. Also mache ich mich auf den Weg dorthin, ungefähr weiß ich noch, wo die Bäckerei ist. Ich finde sie (vielleicht hat mich auch der leckere Waffelgeruch hierher gelotst), es ist die Waffelbäckerei Koppe, und die Waffeln sind einfach herrlich.

Herbert hat mir einen Gutschein für das Badehaus, genauer: für die Feuerebene geschenkt, so dass ich mich nachmittags trotz des strahlenden Sonnenscheins dorthin auf den Weg mache. Nur ist heute Mittwoch, und mittwochs haben Männer keinen Zutritt auf die Feuerebene, es ist Frauentag. Ich versichere zwar, dass ich gegenüber dem anderen Geschlecht große Toleranz walten lassen würde, dennoch wird mir der Zutritt verwehrt. Gut, nun bin ich schon mal da, also werde ich mich im Wasser vergnügen und lege zuversichtlich meinen Botschafterausweis vor, der mir freien Eintritt in alle Schwimmbäder der sieben Inseln garantiert. Nö, so einfach ist das hier nicht, denn die freundliche Dame am Empfang hat von der Botschafteraktion noch nie gehört und ruft der Einfachheit halber einmal quer zu ihrer Kollegin durch die Halle, hier stehe der Herr Paßmann, ein „Botschafter“, der Einlass begehre, ob sie davon schon einmal was gehört habe. Da brauche ich eigentlich keine Interviews mehr zu geben, Öffentlichkeit lässt sich auch auf diese Weise herstellen. Tatsächlich hat die Kollegin „mal“ was davon gehört, und ein Anruf in der Kurverwaltung beseitigt letzte Zweifel, man lässt mich ein!

Und dann bin ich tatsächlich ziemlich beeindruckt, wie schön und geschmackvoll bereits der Umkleidebereich gestaltet ist, und die diversen Schwimmbecken mit Norderneyer Nordseewasser in allen Temperaturen beeindrucken mich sehr. Das Badehaus sollte man besucht haben!

Auf diese Weise schwimme ich also doch noch in Nordseewasser, und Schwimmen macht bekanntlich müde, so dass ich noch ein kleines Nickerchen auf einer der Ruheliegen mache.

 

Eintrag 1 bis 10 von 28

1

2

3

>

Impressum  |  Datenschutz